Seit März 2012 werden die Schulungen in den vier bereits in der Bedarfsermittlung beteiligten Einrichtungen der AWO in Nürnberg und Bielefeld mit insgesamt 30 Teilnehmenden erprobt. Die Schulung FaDA umfasst 100 Stunden und wird in Kleingruppen direkt in den Einrichtungen während der Arbeitszeit durchgeführt. Die Schulung ist in eine Präsenzzeit von 80 Stunden und eine Onlinezeit von 20 Stunden gegliedert. Als unterstützendes Lernangebot wird die Internet-Lernplattform ILIAS genutzt. In den genannten vier Einrichtungen wird die Schulung in unterschiedlicher Stundenverteilung und Frequenz umgesetzt (2,5 Stunden bzw. 5 oder 8 Stunden in der Woche). 

Die Qualifizierung ist im Rahmen des Projektes kostenlos. Für die Teilnahme an den Schulungen ist die Freistellung der Pflegekräfte erforderlich. Da die Schulungen innerhalb der Arbeitszeit stattfinden, konnten nicht alle Pflegekräfte teilnehmen, die eine Teilnahme wünschten und bei sich einen Schulungsbedarf sahen. Die Lerngruppengrößen bestanden aus 5 bis 11 Teilnehmer/innen. 

Die inhaltliche Schwerpunktsetzung für die Schulungen und die Prioritätensetzung in Bezug auf die Wahl der Module und die Reihenfolge der Bearbeitung der Module erfolgte in Abstimmung mit den Teilnehmenden und den Einrichtungsleitungen/Pflegedienstleitungen.  

In der Durchführung der Schulungen wurden Teilnehmer-, Handlungs- und Bedarfsorientierung als Qualitätskriterien und didaktische Prämissen berücksichtigt. Teilnehmerorientierung bedeutet dabei, dass subjektive, individuelle Lernbedürfnisse beachtet und die Teilnehmenden an der Planung, Durchführung und Evaluation des Unterrichts beteiligt werden. 

Handlungsorientierung meint die Umsetzung konkreter und authentischer Lernanlässe im Unterricht, mit Materialien direkt aus der Praxis der Teilnehmenden. 

Bedarfsorientierung im Unterricht richtet den Blick auf die Arbeit aus mehreren Perspektiven; d. h. die Perspektiven der Einrichtung, der Vorgesetzten, des Teams, der Bewohner/innen sowie Kollegen/innen und der konkrete Bedarf in der Einrichtung werden berücksichtigt.

Zudem gab es den Anspruch, die Vielfalt (Diversity) der Erfahrungen, Lerngewohnheiten, Herkunft, Prägungen, Sprachen usw. als Ressource, sowie die individuellen und konkreten Lebens- und Lernerfahrungen (Biografieorientierung) in die Schulungen mit einfließen zu lassen.