FaDA - Fachsprache Deutsch in der Altenpflege - Arbeitsplatzbezogene Sprachförderung

„Gedacht heißt nicht immer gesagt, gesagt heißt nicht immer richtig gehört, gehört heißt nicht immer richtig verstanden, verstanden heißt nicht immer einverstanden, einverstanden heißt nicht immer angewendet, angewendet heißt noch lange nicht beibehalten.“
(Konrad Lorenz, Quelle)

Diese Feststellung von Konrad Lorenz wurde zum Leitspruch für das Projekt FaDA, weil sie die Erfahrung in der Praxis bestätigt. So berichten Pflegedienstleiter/innen häufig, dass Pflegekräfte - insbesondere die mit Migrationshintergrund - zwar auf ihre Anweisungen oder Fragen mit „Ja“ antworten, aber in der Umsetzung zum Teil etwas völlig anderes tun: also das Gesagte zwar gehört haben und zurückmelden, sie haben es verstanden, obwohl sie es nicht richtig verstanden haben. Auf diese Weise entstehen Missverständnisse und Fehler in der Pflege, die gravierende Folgen haben können.

Daraus leitete sich für das Projekt FaDA die Zielsetzung ab, sowohl kommunikative als auch fachsprachliche Kompetenzen der Pflegekräfte zu fördern, wie z. B. Rückfragen zu stellen und sich zu vergewissern: „Habe ich das richtig verstanden?“. Dabei sollte die berufsbezogene Sprachförderung am Arbeitsplatz nicht dafür genutzt werden, um fachliche Qualifikationen zu kompensieren oder gar zu ersetzen. Es geht vielmehr darum, die vorhandene Fachlichkeit – angemessen und deutschsprachig – zu kommunizieren. Die teilnehmenden Pflegekräfte werden auch i. S. der Ressourcen- und Kompetenzorientierung als Experten/innen anerkannt, ihr Expertenwissen soll bei der Durchführung der Schulungen einbezogen werden. 

Projektflyer

Kurzportrait auf der Website der BAGFW.