Zertifikate an Absolvent/innen der Schulung FaDA in Bielefeld überreicht

Bielefeld/Berlin, 13.05.2013. Am Projektstandort Bielefeld wurde die Schulung FaDA - Fachsprache Deutsch in der Altenpflege zum zweiten Mal umgesetzt. Beteiligt waren zwei weitere Einrichtungen des AWO Bezirksverbandes Ostwestfalen-Lippe e.V. (OWL): die Seniorenzentren Wilhelm Augusta Stift und Baumheide mit insgesamt 11 Teilnehmenden.

„Uns hat FaDA deshalb besonders gut gefallen, weil es nicht um ein reines Sprachelernen geht, sondern darum: Wie wende ich das Gelernte in der Praxis an? Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen selbstbewusst ihre Arbeit tun und darstellen können. In der Schulung FaDA lernen sie, wie sie mit schwierigen Situationen umgehen können. Dabei ist die Sprache ein wichtiger Einstieg, um Sicherheit zu erlangen“, erläuterte Andreas Zels, Abteilungsleiter für Altenhilfe beim AWO Bezirksverband OWL, anlässlich der Zertifikatsüberreichung am 13.05.2013 an die Teilnehmenden für ihre erfolgreiche Teilnahme an der Schulung FaDA. 

Er bedankte sich insbesondere bei den Einrichtungsleitungen, dass sie trotz der schwierigen Personalsituation, diese Schulung als Unterstützungsleistung für ihre Mitarbeiter/innen ermöglicht haben. 

„In beiden Einrichtungen wird die Multikulturalität der Gesellschaft abgebildet. 30 bis 60 % der Mitarbeitenden haben einen Migrationshintergrund, aber auch die Bewohnerstruktur ist bunt gemischt. So ist das Thema Kommunikation allein aus diesem Grund eine besondere Herausforderung für Pflegeeinrichtungen“, betonte Andreas Zels. 

Die Möglichkeit, dass die Module und Inhalte selbst ausgewählt werden können, fand sowohl bei den Teilnehmenden an der Schulung FaDA - Fachsprache Deutsch in der Altenpflege als auch bei der Trainerin, Susanne Hellweg, großen Zuspruch.  

„Das Konzept FaDA besteht ja gerade darin, an Erfahrungen und Aufgaben aus dem Arbeitsalltag anzuknüpfen. Dadurch eröffnen sich in meinen Augen viele Lernmöglichkeiten, denn die Teilnehmenden können die Inhalte weitgehend selbst bestimmen, während es meine Aufgabe ist, diese in konkrete Übungen, Arbeitsblätter oder Rollenspiele zu ‚verpacken‘. Das Konzept bietet viele Gestaltungsmöglichkeiten, aber das Gelingen hängt auch in hohem Maß vom Einsatz der Teilnehmenden und ihrer Bereitschaft, sich einzubringen ab“, erläuterte Susanne Hellweg in ihrem Feedback zur FaDA Schulung.

Eine Herausforderung bestand darin, die Wünsche und Lerninteressen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf der einen Seite und die der Einrichtungsleitung auf der anderen Seite unter einen Hut zu bringen. Der Erfolg misst sich an der offensichtlichen Entwicklung einzelner Teilnehmender, die in den drei Monaten der Schulung sicherer im Dokumentieren und selbstbewusster in ihrem Auftreten und Kommunizieren wurden. 

So berichten auch die Einrichtungsleitungen, dass „betreffende Mitarbeiter differenzierter in ihren Dokumentationen geworden (sind). Sie treten wesentlich sicherer gegenüber Angehörigen und Ärzten auf“.

Die Schulung fand im Zeitraum Januar bis Mai 2013 einmal in der Woche à 6 Stunden statt. Neben der Präsenzschulung von 80 Stunden nahmen die Absolventen/innen an 20 Stunden Onlinephase auf der ILIAS e-Learning-Plattform teil. 

Die Schulung wurde von Christina Albers, Projektkoordinatorin für die Region West begleitet. Der Bezirksverband AWO OWL ist auch mit den Fachdiensten für Migration und Integration Kooperationspartner im Projekt FaDA.

Die Mitteilung als PDF zum Herunterladen.